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Back-Factory
Die Back-Factory Story
Vom Bäcker zum Snack-Profi

Im August 2002 wurde in Bielefeld die erste Back-Factory eröffnet. Selbstbedienungsbäckereien waren damals noch etwas völlig Neues am Markt. Doch schnell gehörten sie zum Alltagsbild in den Innenstädten. 2009 bewies Back-Factory dann erneut Pioniergeist: Mit der Entwicklung eines trendorientierten Snack-Konzepts hat Back-Factory den Markt der klassischen Selbstbedienungsbäckereien verlassen – für eine Zukunft im Quickservice als Snack-Profi. Über 40 Mio. Gäste konnten 2015 in den bundesweit rund 100 Standorten begrüßt werden.

Fast revolutionär mutete in der Branche die Eröffnung der ersten Läden an. Die Idee dabei war eigentlich einfach: Eine Selbstbedienungsbäckerei mit ofenfrischen Backwaren bis in den Abend. Das Prinzip: Der Kunde sucht sich die Backwaren selbst aus, holt sie mit einer Zange aus der Vitrine und bezahlt an der Kasse. Das ganze in hochfrequenten Innenstadtlagen gelegen, so dass die höheren Absatzmengen und damit verbunden die geringeren Stückkosten direkt an den Kunden mit einem Preisvorteil von 30 bis 50 Prozent weitergegeben werden können. Doch was sich einfach anhört, wurde in der Praxis erst mit der Entwicklung eines bestimmten Verarbeitungsprozesses möglich. Bei dem sogenannten „Prebake“-Verfahren werden die Backwaren zunächst etwa zur Hälfte ausgebacken, bevor sie gekühlt in die Verkaufsstätten gelangen. Vor Ort werden die Backwaren dann zu Ende ausgebacken, so dass dem Kunden stets ofenfrische Produkte angeboten werden können. Das Verfahren wurde seinerzeit von Harry-Brot, eine der erfolgreichsten Großbäckereien in Deutschland, entwickelt. Mit der Tochtergesellschaft Back-Factory kam das Verfahren in einem eigenen Konzept zum Tragen, das als Franchise-System bundesweit expandieren sollte.

Back-Factory
„In den Anfängen als Selbstbedienungsbäckerei gestartet, hat Back-Factory sich seitdem zum Snack-Profi
mit einem modernen, trendigen Konzept weiterentwickelt.“

Herausforderungen meistern

Am Anfang war es die reinste Goldgräberstimmung erinnert sich Peter Gabler, der damals das Franchise-Unternehmen Back-Factory gründete und seitdem Geschäftsführer der Systemzentrale in Hamburg ist. Das Bäckereikonzept war etwas völlig Neues, Presse und Franchise-Interessenten standen Schlange, obwohl das System noch nicht erprobt war. Rund 40 Standorte wurden bundesweit in den ersten zwei Jahren eröffnet. Im Einzelhandel kein leichtes Unterfangen, wenn auch noch die entsprechende Immobilie in bester Lage gefunden werden muss. Denn anders als heute war den Vermietern damals das Konzept völlig unbekannt. Viel Überzeugungsarbeit und lange Gespräche standen auf der Tagesordnung.

Dabei wäre ein Jahr nach dem Start fast das Aus für Back-Factory gekommen. Der ungewöhnlich frühe und heiße Sommer 2003 ließ die Innenstädte auf Monate verwaisen – und den Umsatz in den Back-Factory Shops einbrechen. Da half auch der kurzzeitige Verkauf von Eis nicht. Bei 35 Grad ging niemand in die Fußgängerzone, wenn er nicht unbedingt musste. Eine Durststrecke im wahrsten Sinne des Wortes. Doch Gabler gab nicht auf. Von der Geschäftsidee überzeugt, blieb er mit viel Ausdauer bei der Umsetzung des Konzepts.

Innovation und Tradition

Heute würde dieselbe Situation das System wohl nicht mehr ganz so hart treffen. 975.000 Euro brutto betrug im letzten Jahr der Durchschnittsumsatz je Standort – ein neuer Rekord. 2015 erwirtschaftete Back-Factory einen Systemumsatz von 97,5 Mio. Euro (brutto) und beschäftigt in den rund 100 Standorten bundesweit über 1.500 Mitarbeiter. Das dürfte auch die letzten Zweifler überzeugen. „Wegen unserer günstigen Preise wurde uns lange Zeit auch eine geringe Qualität nachgesagt“, weiß Gabler. „Und zwar nicht vom Verbraucher. Da kam unser Backwarenangebot von Anfang an gut an. Vor allem in der Branche wurde an unserer Qualität gezweifelt.“ Zu Unrecht, wie die Back-Factory Auszeichnungen der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) und Öko-Test zeigen. Zu Unrecht aber auch, weil Back-Factory mit der Mutter Harry-Brot von einer über 300-jährigen Backtradition und einem entsprechend großen Erfahrungsschatz profitiert. Die hohen Qualitätsstandards der Harry-Backwaren sind seit jeher für die Branche richtungsweisend. Brote und Brötchen werden sowohl ohne Konservierungsstoffe als auch ohne gentechnisch veränderte Zutaten hergestellt.

Snacks im Trend

Heute liegt der Fokus jedoch nicht mehr auf dem klassischen Backwarenangebot. Seit der Gründung 2002 hat sich vieles verändert, insbesondere in den Bereichen Sortiment, Markenauftritt und Franchise. So bestand zu Beginn das Angebot überwiegend aus Brot und Brötchen. Belegte Paninis, Wraps und Salate sowie kalte Getränke und Kaffee gab es nicht. Lediglich rund fünf Prozent machten Snack-Produkte wie Pizza aus. Die wurden bei einem Systemlieferanten eingekauft. Bestellt werden konnte, was im „Katalog“ gelistet war. Doch der Markt war in Bewegung. Die Kundennachfrage nach Snacks und Convenience-Produkten stieg kontinuierlich. Vielerorts schossen Selbstbedienungsbäckereien wie Pilze aus dem Boden, der  Lebensmitteleinzelhandel rüstete mit eigenen Backstationen auf. Da galt es für Back-Factory, auf lange Sicht die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Zunächst wurde ein eigener Einkauf für Snacks aufgestellt. Seit 2014 gibt es sogar eine eigene Entwicklungsabteilung für neue Snack-Kreationen – inklusive Testküche. „Der Trend zum Snacken ist ungebrochen. Mit unserem Konzept wollen wir die Wünsche und Erwartungen der Konsumenten in puncto Frische, Qualität, Schnelligkeit und Preis treffen“, so Gabler. Herzhafte und süße Snacks sowie Kaffeespezialitäten und Getränke machen inzwischen rund 95 Prozent des Umsatzes aus.

Back-Factory
„Ein einfacher, kühler Marktauftritt sorgte früher für eine einfache, rein funktionale Verkaufsatmosphäre.“

Ganz nach dem Motto „Vom Bäcker zum Snacker“ hat Back-Factory das klassische Konzept der Selbstbedienungsbäckerei verlassen und sich sukzessive zu einem Trendkonzept im Quickservice gewandelt. Einen Meilenstein stellte hier die Eröffnung des ersten gastronomisch geprägten Standorts im Oktober 2009 in Mainz dar. Das neueste Konzept wurde erstmals 2014 mit Eröffnung eines Konzept-Stores in Kassel erfolgreich umgesetzt. Der kühle einfache Marktauftritt aus den Anfängen hat mit der heutigen Back-Factory nichts mehr gemeinsam. Damals als reine Verkaufsstätte ausgelegt, waren die Wände farblos grau/weiß, die Beleuchtung spielte keine große Rolle, die Einrichtung war einfach. Je schneller der Kunde den Laden wieder verließ, desto besser. Das hat sich grundlegend gewandelt: Ambiente, Emotionalität und moderner Lifestyle spielen eine große Rolle. Eine warme Farbgebung, hochwertige moderne Einrichtungselemente aus Holz sowie der gezielte Einsatz von Licht erzeugen Wohlfühlatmosphäre. Aus Kunden wurden Gäste, die heute in den Filialen genügend Raum zum Verweilen finden. Und das spiegelt sich nicht zuletzt auch in den sukzessive steigenden Umsätzen der Standorte wider. Im Ranking der größten Gastronomie-Unternehmen zählt Back-Factory zu den Top 20 Unternehmen im Quickservice-Segment.

Vom Konzept zur gelebten Franchise-Partnerschaft

Auch im Bereich Franchise hat sich in den letzten Jahren bei Back-Factory viel getan. Während in den ersten Jahren der Hauptfokus auf der Expansion und damit auf der Besetzung von Märkten lag, stehen heute Beratung und Zufriedenheit der Franchise-Partner im Vordergrund. Die ersten Weichen dazu wurden 2006 mit der Gründung einer Schulungsabteilung in der Zentrale zur Aus- und Weiterbildung der Franchise-Partner und deren Mitarbeiter gelegt, bevor 2007 dann ein regelrechter Ruck durchs System ging: Prozesse in der Hamburger Zentrale wurden optimiert, neue Standards von der Begrüßung bis zur Zubereitung der Snacks, aber auch für die Partner- und Standortauswahl wurden entwickelt. Regionale Stammtische, diverse Partner-Ausschüsse und ein Franchise-Beirat wurden ins Leben gerufen, um die Back-Factory Partner deutlich stärker ins Boot zu holen. Statt in erster Linie „nur“ ein Konzept zur Verfügung zu stellen, geht es nunmehr darum, gemeinschaftlich das System nach vorne zu bringen. Und damit Theorie und Praxis auch wirklich übereinstimmen und alle am gleichen Strang ziehen, arbeitet jeder Mitarbeiter aus der Zentrale einmal im Jahr für eine Woche in einer Back-Factory Filiale mit. „Führen mit Kompetenz“ steht für Peter Gabler an erster Stelle. Ein Credo, das auch im Unternehmensleitbild zum Ausdruck kommt, wenn es da heißt: Wir legen großen Wert auf unsere ständige Verbesserung. Wir ruhen uns nicht auf erreichten Zielen aus, sondern setzen uns permanent neue Ziele, um uns, unsere Produkte und unser Unternehmen stetig zu optimieren. „Wenn wir bei Back-Factory von Qualität sprechen, meinen wir nicht nur die unsere Snack-Kreationen, sondern das gesamte System“, so Gabler. „Und hier steht weniger die schnelle Expansion, als vielmehr die qualitative Marktführerschaft in unserem Fokus.“

 

Meilensteine

2002
Eröffnung der ersten Back-Factory Filiale im August 2002 in Bielefeld

2004
Eröffnung des bundesweit 50. Standortes in Bremen

2006
 Gründung einer systemeigenen Schulungsabteilung in der Zentrale zur Aus- und Weiterbildung der Franchise-Partner und deren Mitarbeiter.

In Hannover eröffnet Back-Factory den ersten Standort in einem Bahnhof, der bis heute die höchsten Umsätze in der gesamten SB-Branche erzielt.

2007
Eröffnung des 100. Back-Factory Standortes in Erfurt

2008
 Wertschöpfung: Die Back-Factory Zentrale etabliert einen Systembeirat, dessen Mitglieder jährlich von allen Partnern gewählt werden.

Pilotstart eines Inhouse-Coffeeshop-Konzeptes, um die Attraktivität des Kaffeebereichs in den Back-Factory-Shops zu steigern.

Back-Factory erhält das Prüfsiegel des Deutschen Franchise-Verbands.

2009
Konzept-Relaunch: In Schwerin und Mainz eröffnen die ersten Standorte im modernen Lounge-Design mit integrierter Coffee-Bar in Selbstbedienung.

2010
Eröffnung des größten Shops mit backgastronomischem Konzept auf 500 qm in Bielefeld.

2011
Eröffnung des Flagship-Stores am Checkpoint Charlie in Berlin im August 2011.

2012
Back-Factory feiert sein 10-jähriges Bestehen.

2013
Repositionierung: Back-Factory beschließt den Wandel vom Bäcker zum Snacker mit einer Repositionierung der Marke als Snackprofi.

2014
Eröffnung eines Konzept-Stores in Kassel mit einem neuen trendigen Design. 

Nach 2011 wird Back-Factory zum zweiten Mal ausgezeichnet mit dem „F&C Award Gold“ vom Internationalen Centrum für Franchising und Cooperation (F&C) für eine überdurchschnittlich hohe Franchise-Partnerzufriedenheit.

2015
Etablierung einer eigenen Testküche in Neumünster. Neben der Snack-Entwicklung ermöglicht diese auch den schnellen Praxistest neuer Produkte.

In Gelsenkirchen eröffnet die bis dato größte Back-Factory Filiale auf 1.000 qm Fläche.

 

www.back-factory.de

 

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