franchiseERFOLGE 2/2022

Rechtsanwalt Thomas Doeser: Studium der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften mit Schwerpunkten auf kooperativen Vertragsvertriebssystemen, Franchising, Licensing und internationale Vertriebssysteme. Seit 1980 Partner einer international tätigen Unternehmensberatung (BDU) mit Schwerpunkten in Nordamerika und Osteuropa mit der Spezialisierung auf die Konzeption und den Aufbau von Vertriebssystemen. 1980 Organisator des ersten Franchisekongresses in Deutschland sowie der ersten Franchisemesse in Deutschland. Seit 1983 selbstständiger Rechtsanwalt in Tübingen Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer der E.F.LAW, der European Franchise Lawyers Association EEIG. Spezialgebiet Franchise- und Lizenzrecht sowie Strategieentwicklung und Beratung von Mandanten beim Auf- und Ausbau von Vertriebssystemen im In- und Ausland. Aktiv auch im operativen Bereich im Rahmen von Interimsmanagement und Treuhandmanagement. Projektarbeit in ganz Europa, Nordamerika sowie in Russland und in China. Seit 1980 zahlreiche Veröffentlichungen und Fachbuchbeiträge unter anderem zum Thema Franchising, Strategie und Management. Regelmäßige Kolumnen in bekannten Wirtschaftszeitschriften sowie umfangreiche Vortragstätigkeiten im In- und Ausland auf Fachmessen, bei IHK's sowie unter anderem beim Deutschen Franchiseinstitut oder bei der ESB (European School of Business) in Reutlingen. Mitglied der E.F.LAW (Europäische Franchiseanwaltsvereinigung) Bis 2019 seit über 38 Jahren Mitglied im Rechtsausschuß des Deutschen Franchiseverbandes, Mitglied beim Deutschen Fachjournalistenverband, 2000 bis 2016 Vorstandsvorsitzender der Beratergruppe Strategie (EKS) e.V. und eine Vielzahl weiterer Aktivitäten und Mitgliedschaften im In- und Ausland. Kontakt: Rechtsanwalt Thomas Doeser Robert Gradmann Weg 1 · 72076 Tübingen · Tel. 07071 600630 · Telefax 07071 600345 E-Mail: tdoeser@t-online.de · www.franchiseanwalt.de Foto: © Gerhard Blank Der Autor AUSGEZEICHNETER PARTNER Werden Sie Franchise-Partner. Jetzt informieren unter: mundfein.de/franchise über 45 x in Deutschland freundliche Restaurantkette 2022 veganund bieten ihren Franchisepartnern unter ihrem eigenen Internetauftritt entsprechende "Filiallösungen" an unter Einbindung in vielseitige Kommunikations- und Abwicklungsprozesse im Netz. Das erfolgt entweder durch Regelungen im Franchisevertrag selbst oder durch Zusatzvereinbarungen mit Verweisen auf Richtlinien des Franchisehandbuchs. Da das Netz bekanntlich nichts vergisst sind auch Regelungen nach Beendigung eines Franchisevertrages für den "virtuellen" Standort im Internet von hoher Bedeutung. Zum einen sind die Markenrechte des Franchisegebers im Sinne aller Systempartner zu schützen und zum anderen laufen ausgeschiedene Franchisenehmer Gefahr wegen unberechtigter Weiternutzung solcher Markenrechte (wenn diese z.B. nicht aus Internetverzeichnissen gelöscht werden) in Regress genommen zu werden. Daher muss man sich als Franchiseinteressent für ein stationäres Einzelhandelskonzept heute kompromisslos auch mit dem damit zwangsläufig verbundenen Auftritt im Internet befassen und einen Franchiseanbieter konkret nach dessen Lösungsansätzen befragen mit allen für einen Franchisepartner damit verbundenen Rechten und Pflichten. Besonders bei sogenannten gemischten Franchisesystemen, bei denen der Franchisegeber neben selbstständigen Franchisebetrieben auch eigene Filialen betreibt, kann es unter anderem kartellrechtliche Probleme geben, etwa bezüglich der Preisbindung und Konditionenbindung. Daher sollte man sich zusammen mit seinem Franchisegeber sorgfältig mit der stationären und der virtuellen Standortwahl und der Standortanalyse befassen und auch genügend Zeit und ein angemessenes Budget dafür einplanen. Für Franchisegeber und Franchisenehmer sind falsche stationäre und virtuelle Standortentscheidungen einfach zu teuer, als dass man sich auf unausgegorene Kompromisse einlassen könnte. Zur Sicherheit sollte in Zweifelsfragen ein externer Berater eine Entscheidung absichern helfen.

RkJQdWJsaXNoZXIy MjUzMzQ=