franchiseERFOLGE Ausgabe Juni/Juli 2018

12 franchise EXPERTEN . Das dauerhafte politische Versagen ist ei- nerseits erstaunlich, denn für jeden Men- schen ist Gesundheit das Wertvollste über- haupt und Geld für das Gesundheitswesen steht reichlich zur Verfügung. Andererseits ist der tatsächliche Zustand des Gesund- heitswesens nicht verwunderlich, weil die Lobbyarbeit gegenüber der Politik bestens funktioniert und die Grenze zur Korruption hin und wieder im Nebel gutachterlicher Studien verschwimmt. Gesundheitswirt- schaft ist der Sammelbegriff für alle Wirt- schaftszweige und den verschiedenen Akteuren, die etwas mit Gesundheit zu tun haben. Die über fünf Millionen Arbeitsplät- ze sind volkswirtschaftlich von großer Be- deutung. Fitnessbranche und Altenpflege nutzen Franchise Die Vielzahl der Branchen lassen sich drei Kategorien zuordnen. Da ist die gesamte Fitnessbranche als wesentlicher Bereich der gesundheitlichen Prävention. Hier sind Franchisesysteme seit vielen Jahren eine feste Größe. Ob cleverfit, Mrs. Sporty und Kieser Training mit klassischen Fitnesskon- zepten oder Bodystreet und 25minutes mit innovativer EMS-Technologie – alle Studios überzeugen durch Professionali- tät und hoher Kundenzufriedenheit. Was in der Fitnessbranche bestens funktio- niert, gilt auch für Pflegeleistungen im Alter. Altenpflege und Franchise sind eine ideale Kombination und ein wachsender Markt mit solider wirtschaftlicher Per- spektive. Die organisierte Pflege in den ei- genen vier Wänden ist für viele eindeutig die bessere Alternative gegenüber dem kostenintensiven Pflegheim. Aber einen pflegebedürftigen Menschen zu Hause zu betreuen, kostet viel körperliche und seelische Kraft. Eine Mehrfachbelastung, die mit dem Berufs- und Familienalltag in Einklang gebracht werden muss und bei hoher Hilfsbedürftigkeit gibt es bei der Pflege und Betreuung keinen Feierabend mehr. Pflegeleistungen werden von Men- schen erbracht und können in der Qualität unterschiedlich wahrgenommen werden. Franchise ist dabei ein optimaler Ansatz, Franchise im Gesundheitswesen – viel ungenutztes Potenzial Jana Langer findet Gesundheitsminister Jens Spahn nicht gut. Die Gründe dafür hat sie als engagier- te Krankenschwester in einem offenen Brief kommuniziert – und sie hat recht. Ganz gleich, welche Partei in den letzten 30 Jahren den Gesundheitsminister gestellt hat, es blieb bei vollmundigen An- kündigungen. Eine Gesundheitsreform, die diesen Namen verdient, hat es nie gegeben und wird es wohl auch nicht geben. Aber von den Vortunern erwarten die Menschen, dass sie die angekündigten Kunststücke irgendwann auch mal zeigen. Foto: © Christian Delbert/shutterstock.com

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