franchiseERFOLGE Ausgabe Juni/Juli 2018

8 Olivier Mai, hello fit Eine Laufbahn als selbstständiger Unter- nehmer war ursprünglich gar nicht das berufliche Ziel gewesen, das Olivier Mai verfolgte – eigentlich hatte er vorgehabt, Lehrer zu werden. Nach Abschluss seines Lehramtsstudiums stellt jedoch gewisser- maßen der Zufall die Weichen in eine an- dere Richtung: Ein Freund schlägt ihm vor, gemeinsam ein Fitnessstudio zu gründen und die Idee überzeugt Mai: Im Jahr 1996 gründet er gemeinsam mit seinem Ge- schäftspartner Thomas Misch die Misch- Mai GbR, mit der sie ein Fitnessstudio in Bad Wörishofen aufbauen. Das Studio läuft so gut, dass die Geschäfts- partner nach einiger Zeit überlegen, ihr Unternehmen zu vergrößern. Dabei kommt auch der Gedanke auf, sich einem Franchise- system anzuschließen. Ein starker Franchise- partner an der Seite würde verschiede- ne Vorteile bieten, unter anderem bei der Mitgliedergewinnung, da eine bekann- te Fitnesskette, die den Kunden auch die Möglichkeit bietet, an unterschiedlichen Standorten zu trainieren, für die Mitglieder einen Mehrwert darstellt. Darüber hinaus kann ein Franchisenehmer effektiver und kostengünstiger werben, als dies einem ein- zelnen Selbstständigen im Normalfall mög- lich ist – abgesehen davon zieht allein der Name einer bekannten Kette Mitglieder an. Ein weiterer Vorteil des Franchisings wird gerade in der Fitnessbranche, in der bei der Einrichtung oder Erweiterung eines Studios viele Geräte angeschafft werden müssen, besonders deutlich: Franchise- nehmer können von besonders günstigen Einkaufskonditionen, welche die Zentra- le als Großabnehmer erhält, profitieren. Nicht zuletzt ist es meist einfacher, einen Finanzierungskredit zu erhalten, wenn die Existenzgründung oder -erweiterung sich auf ein vielfach erprobtes und bewährtes Konzept stützt. Wie bereits diese Beispiele zeigen, gibt es auch für Inhaber bereits be- stehender Unternehmen gute Gründe, sich einem Franchisegeber als starkem Partner an der Seite anzuschließen. Auch Olivier Mai sieht die Vorteile eines Franchisenehmers, insbesondere die Stär- ke, die der Verbund des Franchisesystems bietet. Und er muss nicht lange nach einem geeigneten Franchisesystem suchen, da er es sozusagen vor der Haustür hat: Mai wohnt in Kaufbeuren, wo sich auch der Sitz der Zentrale von hello fit befindet. Das Franchisesystem hello fit wurde von Vincenzo Ferrara und Susanne Aumüller gegründet, die seit 2006 bereits selbst als Franchisenehmer mit eigenen Studios Er- fahrungen gesammelt hatten. Im Jahr 2009 eröffneten sie in Italien ein Studio namens hello fit – ihren ersten Club außerhalb die- ser Franchisepartnerschaft, welche sie drei Jahre später beendeten. Die ehemaligen Franchisenehmer wandelten daraufhin ihre drei bestehenden Studios aus dieser Partnerschaft zu hello fit-Clubs um und entwickelten sie weiter. In der Folgezeit konzipierten Ferrara und Aumüller ein ei- genes Franchisesystem, mit dem sie 2014 an den Start gingen. Mittlerweile umfasst hello fit in Deutschland und Italien insge- franchise SPECIAL . FITNESS & FI ELL Die Fitnessbranche boomt unaufhaltsam. Seit Jahren ist sie auf Wachstumskurs und es gibt keine Anzeichen dafür, dass irgend- etwas diesenTrend in absehbarer Zeit stoppen könnte. Nach Angaben der Deloitte-Studien „Der deutsche Fitnessmarkt“ und „European Health & Fitness Market“ steht Deutschland mit 10,61 Millionen Mitgliedschaften in Fitnesscentern europaweit an der Spitze. Besonderen Anteil an diesem Wachstum haben von Ketten betriebene Fitness-Discounter und Mikrostudios. Heute möchten wir Ihnen einen Franchisenehmer vorstellen, der zuvor bereits als eigenständiger Unternehmer tätig war und somit über ein breites Erfahrungsspektrum im Bereich Fitness verfügt.

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