franchieERFOLGE Sept.-Nov. 2021 - Ausgabe 100

20 „Fortes fortuna adiuvat“ „Den Mutigen hilft das Glück“, wie Lateiner*innen sagen würden. Oder auch „Den Mutigen gehört die Welt“. Das gilt besonders im Unternehmertum, gehört zu den hervorstechenden Eigenschaften von Unternehmer*innen doch der Mut etwas zu bewegen, anzu- packen, widerstandsfähig zu sein und möglicherweise zu schei- tern. Wir lassen diese mutigen Kleinunternehmer*innen in unseren Büchern „Glücklich mit Tiny Startups“ und „Es ist nie zu spät, sich selbstständig zu machen“ direkt zu Wort kommen, damit ihr Mut und ihre Inspirationen auf die Leser*innen überspringen können. In den Interviews, wie in unserer Beratungstätigkeit haben wir zu- dem ganz unterschiedliche Unternehmer*innen-Profile entdeckt und typologisiert. Herausgekommen ist DERD. DERD steht für Disruptor, Explorer, Reformer und Different Thinker. Während Disruptor Herkömmliches grundsätzlich neu definieren und auch vor Tabuthemen nicht zurückschrecken, sind Explorer die Pioniere, die gerne Neuland betreten, wie zum Beispiel Titus Dittmann, Skateboard-Pionier und -Legende, Fran- chisegeber und sozial engagierter Multiunternehmer. Reformer sind die Optimierer, die Vorhandenes zeitgemäß verändern und Different Thinker sind die Ideenshopper, die in anderen Märkten und Branchen nach Adaptionsmöglichkeiten suchen. Wie beispielsweise Stephan di Gallo, der sich von asiatischen Garküchen inspirieren ließ und mit „tuck-tuck – food on the move“ eine schweizerische Cateringversion als Franchisegeber anbietet. In allen vier Typenbeschreibungen finden sich nicht nur Tiny Startupper*innen, also Gründer*innen von Kleinstunternehmern, die glück- lich mit ihrem Einzelbetrieb sind, sondern auch solche, die ihr Business per Lizenz oder Franchising multiplizieren und anderen die Möglichkeit bieten, sich mit einer erprobten Idee selbstständig zu machen. Die Bandbreite an Ideen ist immens und es macht Spaß, einerseits Inspirationen für Geschäftskonzepte zu vermitteln und andererseits diese in der Konzept- und Wachstumsphase zu unterstützen. Und das seit nunmehr 30 Jahren. 1995 gab ich den Auftakt einer Reihe von Frauenseminaren für die berufliche Selbstständigkeit im Franchising. Zu den ersten Franchisegeberinnen, die ich als Referentin eingeladen hatte, zählte Benita Cantieni. Ich freue mich, sie hier als Interviewpartnerin vorzustellen mit ihrer beeindruckenden Story von der Vogue Chefredakteurin zur gefragten Lizenzgeberin. Ich wünsche Ihnen viel Inspiration beim Lesen Herzlichst Ihre Veronika Bellone Magazin Grußwort in der Schweiz Zur Person: Prof. Veronika Bellone ist seit 1986 im Franchise-Business tätig. Sie startete als Franchisemanagerin bei der Cosy-Wasch-Autowaschanlagen GmbH in Berlin. 1991 gründete sie ihre eigene Franchise-Beratung, die sie seither in der Schweiz führt. Zu ihren Referenzkunden zählen u.a. Fleurop, Mövenpick, Sara Lee, Schweizer Post, ACCOR, SPAR, Valora, MIGROS, Götti Switzerland und Warner Bros. Germany. Sie ist als Professorin an der Hochschule für Wirtschaft in der Nordwestschweiz im Fachbereich Marketing tätig sowie an weiteren Hochschulen mit Franchising in den Be- reichen Entrepreneurship und Dienstleistungsmarketing. Als Autorin widmet sie sich in zahlreichen Publikationen den Themen Franchising, Marketing und Trends wie z.B. „Green Franchising“, Bellone/Matla, 2012 im MVG Verlag/mi- Wirtschaftsbuch; „Praxisbuch Trendmarketing“, Bellone/Matla, 2017, Campus Verlag Frankfurt/New York; „Praxisbuch Franchising – Schnelles Wachstum mit System“, Bellone/Matla, 4. Auflage 2018, Redline Verlag; „Praxisbuch Dienst- leistungsmarketing“, Bellone/Matla, 2018, Campus Verlag Frankfurt/New York; „Glücklich mit Tiny-Start-ups“, Bellone/ Matla, Redline Verlag, 2019; „Es ist nie zu spät, sich selbstständig zu machen“, Bellone/Matla, Redline Verlag, 2020 Biss, Disziplin, Durchhaltewillen – kein Helfersyndrom! Benita Cantieni war u.a. Chefredakteurin der Schweizer Frauenzeitschrift Annabelle und Vogue Deutschland. Parallel war sie Dozentin an zwei Journalistenschulen und PR-Beraterin u.a. für Estée Lauder. Mit ihrer Tätigkeit als Chefredakteurin und Herausge- berin der Fitnesszeitschrift Shape Deutsch- land von 1998 bis 2003 wird eine weitere Facette von ihr deutlich, entwickelte sie doch eine Trainingsmethode, mit der sie unter dem Namen CANTIENICA®-Methode 1998 reüssierte und nachfolgend erfolgreich Lizenzen vertreibt. Begleitet wird die Me- thode von zahlreichen Publikationen, die Benita Cantieni verfasst hat. Veronika Bellone: „ Sie und ich müssen damit rechnen, dass wir 100 Jahre alt wer- den.“ Mit diesem – für meinen Geschmack – Interview Prof. Veronika Bellone, Bellone FRANCHISE CONSULTING GmbH, im Gespräch mit Benita Cantieni, einer Powerfrau par excellence Foto: © Sabine Wunderlin, Zürich

RkJQdWJsaXNoZXIy MjUzMzQ=