franchiseERFOLGE - Nov.22 bis Feb.23

Rechtsanwalt Thomas Doeser: Studium der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften mit Schwerpunkten auf kooperativen Vertragsvertriebssystemen, Franchising, Licensing und internationale Vertriebssysteme. Seit 1980 Partner einer international tätigen Unternehmensberatung (BDU) mit Schwerpunkten in Nordamerika und Osteuropa mit der Spezialisierung auf die Konzeption und den Aufbau von Vertriebssystemen. 1980 Organisator des ersten Franchisekongresses in Deutschland sowie der ersten Franchisemesse in Deutschland. Seit 1983 selbstständiger Rechtsanwalt in Tübingen Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer der E.F.LAW, der European Franchise Lawyers Association EEIG. Spezialgebiet Franchise- und Lizenzrecht sowie Strategieentwicklung und Beratung von Mandanten beim Auf- und Ausbau von Vertriebssystemen im In- und Ausland. Aktiv auch im operativen Bereich im Rahmen von Interimsmanagement und Treuhandmanagement. Projektarbeit in ganz Europa, Nordamerika sowie in Russland und in China. Seit 1980 zahlreiche Veröffentlichungen und Fachbuchbeiträge unter anderem zum Thema Franchising, Strategie und Management. Regelmäßige Kolumnen in bekannten Wirtschaftszeitschriften sowie umfangreiche Vortragstätigkeiten im In- und Ausland auf Fachmessen, bei IHK's sowie unter anderem beim Deutschen Franchiseinstitut oder bei der ESB (European School of Business) in Reutlingen. Mitglied der E.F.LAW (Europäische Franchiseanwaltsvereinigung) Bis 2019 seit über 38 Jahren Mitglied im Rechtsausschuß des Deutschen Franchiseverbandes, Mitglied beim Deutschen Fachjournalistenverband, 2000 bis 2016 Vorstandsvorsitzender der Beratergruppe Strategie (EKS) e.V. und eine Vielzahl weiterer Aktivitäten und Mitgliedschaften im In- und Ausland. Kontakt: Rechtsanwalt Thomas Doeser Robert Gradmann Weg 1 · 72076 Tübingen · Tel. 07071 600630 · Telefax 07071 600345 E-Mail: tdoeser@t-online.de · www.franchiseanwalt.de Foto: © Gerhard Blank Der Autor lässt. Das ist durchaus eine Stärke solcher Franchisesysteme, die ein effizienteres Krisenmanagement erwarten lässt. Gerade wenn man sich mit dem Gedanken einer Selbstständigkeit im Franchising beschäftigt, sind dies Grundfragen an potenzielle Anbieter, deren Beantwortung plausibel sein muss. Die aktuelle Situation ist aber auch ein idealer Nährboden für neue Konzepte und Geschäftsmodelle für die gesellschaftlich weitreichenden Folgen der Krise. Die durch die Krise beschleunigte Digitalisierung eröffnet neue Chancen für fast alle Franchisesysteme und auch für neue Franchisesystementwicklungen mit ganz neuen Geschäftsmodellen. Allein die Vielzahl neuer Portale und Funktionen mit Vernetzung regionaler Anbieter sind für das Franchising hochinteressante Potenziale. Jetzt ist die Zeit für neue Strategien und innovative Methoden zu deren Umsetzung. Jahrzehntelange Erfahrung im Franchising kennt auch die antizyklische Entwicklung des Franchising. Das bedeutet, dass in Anbetracht der wohl steigenden Arbeitslosenzahlen viele neue Gründer nach geeigneten Gründungsideen und Möglichkeiten einer Selbstständigkeit suchen werden, was bei geringer Arbeitslosigkeit weniger der Fall ist. Systemgestützte Gründungen durch Franchising sind dabei besonders attraktiv, insbesondere wenn diese in der aktuellen Krise nachhaltige Konzepte bewiesen haben. Die neuen Franchiseinteressenten werden sicher vermehrt systemische Konzepte für Krisenzeiten bei Franchiseanbietern nachfragen und deren Antworten darauf sollten valide sein. Auch dürfte zu erwarten sein, dass eine verstärkte staatliche Gründerförderung erfolgen wird bzw. erfolgen muss, die für künftige Franchisenehmer vorgedacht sein sollte zur Optimierung einer Franchisegründung. Auch für das Franchising gilt daher der alte Satz, Krisen auch als Chancen zu begreifen und alte Strategien und Prozesse auf den Prüfstand zu stellen und agil den veränderten Umständen anzupassen. Wir müssen es wagen!

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