franchiseERFOLGE Ausgabe 93 / Dez. 2019 - Feb. 2020

GLÜCKLICH MIT TINY START-UPS Warum kleine Unternehmen das nächste GROSSE DING sind Buchtipp Weniger ist oft mehr – diese Einsicht setzt sich auch bei Unternehmen und Gründern immer häufiger durch: Es muss ja nicht im- mer ein expandierendes Unicorn sein, für viele ist es weitaus erstrebenswerter, ein zwar einträgliches, aber auch nachhaltiges, übersichtliches und erfüllendes Unterneh- men zu gründen. Veronika Bellone und Thomas Matla zeigen, wie solche Tiny Start-ups funktionieren, erläutern die Vorteile smarter Kleinstunter- nehmen, zeigen, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und welche Geschäfts- konzepte es bereits gibt. Wachstum ist schließlich nicht alles. Es ist oft sinnvoller, gut und nachhaltig zu wirtschaften, zumal mit weniger Leistungs- und Wachstums- druck. Glücklich mit Tiny Start-ups ist ein erfrischendes Plädoyer für ökonomische Vernunft, berufliche Unabhängigkeit und ein selbstbestimmtes Leben. Prof. Veronika Bellone ist Inhaberin und Geschäftsführerin der Bellone Franchise Consulting GmbH im Schweizerischen Zug sowie Professorin für Marketing und Fran- chising an der Fachhochschule Nordwest Schweiz FHNW. Thomas Matla ist Marke- ting- und Franchise-Berater sowie Partner und CMO der Bellone Franchise Consulting GmbH. Beide Autoren publizieren regelmä- ßig Artikel und Bücher. GLÜCKLICHMIT TINY START-UPS Warum kleine Unternehmen das nächste GROSSE DING sind Veronika Bellone/Thomas Matla Redline Verlag, München 224 Seiten, 14,5 × 21,5 cm Softcover Originalausgabe, durchgängig vierfarbig! 17,99 € (D), 18,50 € (A), 27.90 CHF (CH) ISBN 978-3-86881-770-6 franchise ERFOLGE: Ein Paulaner, drei Kon- zepte: Was ist für wen geeignet? Lars Eckart: Wir sind 1992 mit einem Bräuhaus in Peking gestartet. Auch heute noch sind die Mehrzahl unserer 50 Stand- orte Bräuhäuser. Ziel sind hier die großen internationalen Metropolstädte. Mit vor Ort gebrautem Bier nach dem deutschen Reinheitsgebot haben wir einen tollen USP, brauchen dafür aber rund 1.200 qm Fläche. Die Nachfrage nach mittelgroßen Standor- ten ist stark angestiegen. Da ist das Wirts- haus mit 700 qm das ideale Konzept und wird 2020 unser Schwerpunkt bei der Ex- pansion sein. Das neu entwickelte Konzept Bierhaus geht bei 200 qm los und ist zum Beispiel für Flughäfen und Shopping-Center konzipiert. Dazu führen wir gerade sehr in- teressante Gespräche an weltbekannten Flughäfen. Grundsätzlich sind alle drei Kon- zeptgrößen als Teil einer Konzeptfamilie klar zu erkennen. franchise ERFOLGE: Wie harmonieren die bestehenden Lokale und ihre Wirte mit den Franchisebetrieben und deren Betreibern? In Deutschland ist die individuelle Zusam- menarbeit mit erfolgreichen Wirten, die ein eigenes Gastronomie-Konzept betrei- ben für Paulaner die Basis für den Erfolg in der Vertriebsschiene „Gastronomie“ und wird es auch bleiben. Das Franchising kon- zentriert sich auf das Ausland, und unsere Partner dort wollen und brauchen die Un- terstützung, Richtlinien und Trainings, die wir anbieten um ein deutsches Restaurant erfolgreich umzusetzen. Das heißt nicht, dass dieses System nicht auch in der Hei- mat funktionieren kann. Für 2020 ist ein Paulaner Wirtshaus mit neuestem Fran- chisekonzept am Postdamer Platz in Berlin geplant. Unser Berliner Partner kommt aus der Systemgastronomie und weiß sehr zu schätzen, was er mit unserer „Franchisebox“ alles bekommt. Wir werden sehen, wo die- se Reise in Deutschland hinführt. Der Fokus liegt aber klar auf internationalen Standor- ten. Wir werden Franchising in Deutschland nur sehr vereinzelt umsetzen. Es wird immer nur ein zusätzliches und freiwilliges Ange- bot für einen Wirt sein. Also passt das alles sehr gut zusammen und kann sich sogar ge- genseitig befruchten. franchise ERFOLGE: Expansion worldwide: Wohin geht die Reise bei Paulaner? Lars Eckart: Für 2020 haben wir eine gut gefüllte Pipeline. Das neue Bräuhaus in Almaty (Kasachstan) wird sicher eines der schönsten. Macau, das Glückspielparadies der Chinesen bekommt ein Wirtshaus in einem außergewöhnlich schönen Umfeld. Das neue Shopping-Center Etele Plaza in Budapest ist unser Markteintritt in Ungarn. In China kommen wir in Guangzhou und Xian mit neuen Flagships. Ende 2019 kommt übrigens unser fünfter Paulaner-Standort in Shanghai. In unserer Heimatstadt München planen wir einen neuen Franchisestandort, der neben unserem eigenen Bräuhaus in Singapur auch Ausbildungsbetrieb sein soll. Ob Indien für uns interessant wird, checken wir gerade intensiv ab. In fünf Jahren wollen wir 50 neue Paulaner Bräuhäuser und Wirts- häuser ans Netz gebracht haben. Lars Eckart

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