franchiseERFOLGE - Dez. 2020-Feb. 2021

13 Die Einheitlichkeit des Marktauftritts kann nicht allein durch ein einheitliches äußeres Erscheinungsbild erreicht werden. Zum Cor- porate Design muss auch Corporate Behavi- our hinzukommen. Dementsprechend stellt ein Franchisesystem sicher, dass die Mit- arbeiter des Franchisenehmers gegenüber den Kunden möglichst einheitlich auftreten. Dies wird hauptsächlich durch ein entspre- chendes Training bewerkstelligt, wobei der Franchisenehmer die Teilnahme seiner Mitarbeiter auf eigene Kosten sicherstellen muss. Hinzukommt, dass der Franchiseneh- mer auch dahingehend vertraglich gebun- den wird, dass er sicherstellen muss, dass seine Mitarbeiter die von dem Franchisege- ber aufgestellten Regeln beachten. Wenn das Franchisekonzept eine Dienst- leistung betrifft, geht die Bindung in dem Bereich häufig noch weiter. Denn der Fran- chisegeber muss sicherstellen, dass die unter seiner Marke angebotene Dienstleis- tung an sämtlichen Standorten eine iden- tische Qualität hat. Weil die Dienstleis- tung durch Menschen erbracht wird, die im Ausgangspunkt unterschiedlich qua- lifiziert sein können, kann und muss dies durch Training, Kontrollen und Sanktionen bewerkstelligt werden. Franchisesysteme, die in diesem Marktsegment tätig sind, verfügen häufig über einen besonders ho- hen Bindungsgrad. Dies gilt insbesondere für die Systemgastronomie, bei der das Le- ben und die Gesundheit der Kunden von der Einhaltung der Richtlinien abhängen kann. Franchisenehmer sollten den weitreichen- den Bindungsgrad in diesem Fall nicht als Last verstehen. Denn wenn einzelne andere Franchisenehmer gegen die Richtlinien ver- stoßen und es beispielsweise zu Lebens- mittelvergiftungen kommt, steht der Ruf der Marke und damit die wirtschaftliche Existenz sämtlicher Franchisenehmer des Systems auf dem Spiel. Deshalb ist jeder einzelne Franchisenehmer darauf angewie- sen, dass der Franchisegeber mit Nachdruck sicherstellt, dass die Richtlinien an jedem Standort eingehalten werden. Ein Franchi- sesystem, dass dies nicht durch einen weit- reichenden Bindungsgrad sichergestellt hat, ist auf Sand gebaut. Unternehmerische Freiheiten des Franchisenehmers Trotz der Bindung an eine Reihe vertrag- licher Vorgaben sind Franchisenehmer echte Unternehmer, die über ein ausrei- chendes Maß unternehmerischer Freiheit verfügen. Auch hier gilt, dass dies von Franchisesystem zu Franchisesystem un- terschiedlich ist. Denn im Grunde besteht überall dort unternehmerische Freiheit, wo eine Bindung an Vorgaben und Richtlinien nicht vorgesehen ist. In fast jedem Fran- chisesystem steht dem Franchisenehmer die Personalhoheit uneingeschränkt zu. Er entscheidet allein, mit welchen Mitar- beitern er den Systembetrieb führt. Das Direktionsrecht eines Arbeitgebers steht dem Franchisenehmer uneingeschränkt zu. Dies beginnt bei der Einstellung und Gestaltung der Arbeitsverträge, geht über seine Verantwortung für die Dienst- pläne und reicht bis zur Beendigung von Arbeitsverhältnissen. Des Weiteren sind die Vertragsbeziehungen zu Banken und sonstigen Fremdkapitalgebern eine An- gelegenheit des Franchisenehmers, in die sich der Franchisegeber nicht einmischen wird. Letztlich muss der Franchisenehmer nur sicherstellen, dass sein Unternehmen mit der notwendigen Liquidität ausgestat- tet ist, um den Franchisevertrag zu erfüllen. Viele Franchisesysteme lassen dem Fran- chisenehmer außerdem beim Marketing im Zusammenhang mit dem Systembetrieb (Local Store Marketing) einen größeren Entscheidungsspielraum. Selbstverständ- lich darf nicht jeder Systembetrieb eine eigene Werbekampagne entwerfen, weil dadurch letztlich die Marke verwässert oder gar zerstört werden könnte. Gute Franchisesysteme bieten den Fran- chisenehmern indes ein größeres Port- folio aus unterschiedlichen Werbe- und Marketingmöglichkeiten, aus denen er auswählen kann. Es kann im Übrigen auch für die Betriebsausstattung gelten, die in vielen Franchisesystemen modular ange- legt ist, sodass der Franchisenehmer bei der Gestaltung seines Systembetriebes aus den Modulen auswählen und diese gegebenenfalls miteinander kombinieren kann. In vielen Franchisesystemen hat der Franchisenehmer außerdem maßgeblichen Einfluss auf das von ihm vor Ort geführte Sortiment. Selbstverständlich ist in fast al- len Fällen ein Kernsortiment ohne Abwei- chungen einzukaufen und zu vermarkten. Darüber hinaus kann der Franchisenehmer aus einem Zusatz- oder Ergänzungssorti- ment diejenigen Produkte auswählen, die er führen möchte bzw. denen er in seinem Marktumfeld die größten Chancen ein- räumt. Auf diese Weise können beispiels- weise regionale Produkte geführt werden, um auf die Bedürfnisse der Kunden vor Ort einzugehen. Viele Franchisesysteme lassen zudem eine Karriere im Franchisesystem zu. Dies kann beispielsweise bedeuten, dass der Franchisenehmer einen zweiten und da- nach weitere Systembetriebe errichten und führen kann. Der Franchisenehmer kann auf diese Weise zu einem Filialisten werden, der einen regionalen Filialcluster führt. Zu diesem Zweck muss der Fran- chisenehmer eigene Filialleiter einstel- len, trainieren, führen und anleiten. Die Tätigkeit wandelt sich dann zunehmend von einer Arbeit im Unternehmen zu ei- ner Tätigkeit am Unternehmen. Die damit verbundenen Investitionen und Fragen der Standortwahl gewähren dem Fran- chisenehmer eine sehr weitreichende un- ternehmerische Freiheit, von der andere Selbstständige, die weniger erfolgreich sind, nur träumen können. y Die Home Instead Seniorenbetreuung sichert Lebensqualität zuhause und entlastet pflegende Angehörige. Nutzen Sie die Chance und gründen Sie in einem stetig wachsenden Markt ein erfolgreiches Unternehmen. 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