franchiseERFOLGE - Dez. 2020-Feb. 2021

schwinden, wir sehen eher eine Reaktion auf die Veränderungen des Wohnimmobi- lienmarktes“ , erklärt der IWG-Franchisema- nager. Immer mehr Mitarbeitende großer Unternehmen wohnten inzwischen im Um- land der Städte, da sei die Verlegung flexi- bel nutzbarer Büroflächen in diese Gebiete quasi die logische Konsequenz. „So lässt sich Fahrzeit für Pendler einsparen, ohne auf die Vorteile des Büroalltags zu verzich- ten“ , fügt Marco Wild hinzu. Immer mehr Unternehmen erlauben es ih- ren Mitarbeitern, dort zu arbeiten, wo sie wollen und setzen auf flexiblere Personal- vereinbarungen wie den Einsatz von mehr Freiberuflern und Auftragnehmern. Die regulären „Nine to Fiver“ gehören der Ver- gangenheit an. Viele Arbeitnehmer nutzten verschiedene Kombinationen von Arbeits- platzlösungen, die Heimarbeit, Geschäfts- lounges und entfernte Büros sowie traditi- onelle Bürostandorte umfassen. Bis Ende 2020 werden nach einer Um- frage von Flexijobs 50 Prozent aller Ar- beitskräfte die meiste Zeit nicht mehr in einem festen Büro arbeiten. Laut Strategy Analysts arbeiten bis 2022 weltweit mehr als 1,87 Milliarden Menschen mobil. Bis 2030 werden durch das flexible Arbeiten 30 Millionen zusätzliche Stellen in den 16 führenden Wirtschaftsnationen entste- hen, ermittelte eine von Regus in Auftrag gegebene Forschungsarbeit bei Develop- ment Economics. Die Branche der flexiblen Arbeitsplatzlösungen ist daher einer der interessantesten Wachstumsmärkte welt- weit. „Genau aus diesem Grund ist sie auch der Franchisemarkt der Zukunft“ , ist Marco Wild überzeugt. Da sprechen auch die Zah- len einer von IWG in Auftrag gegebenen Studie, in deren Rahmen 15.000 Führungs- kräfte in 100 Ländern befragt wurden, eine deutliche Sprache. 85 Prozent der Befrag- ten bejahten, dass die Produktivität ihrer Mitarbeiter durch die größere Flexibilität bei der Wahl des Arbeitsortes gesteigert werden konnte. Schlagkräftiges Argument im „War for Talents“ „Es liegt auf der Hand, dass versierte Un- ternehmen flexible Arbeitszeiten auch nutzen, um die Mitarbeiterbindung und die Gesamtzufriedenheit durch eine bes- sere Vereinbarkeit von Berufs- und Privat- leben zu verbessern und das Pendeln zu reduzieren“ , weiß Marco Wild. Dabei spielt sicher auch die zunehmende Digitalisie- rung eine Rolle. Der erste Lockdown der Corona-Pandemie hat gezeigt, dass sich viele Tätigkeiten aus dem Arbeitsalltag auch außerhalb fester Büros durchführen lassen. „Unser Geschäftsmodell hat sich auch wäh- rend der Pandemie als recht robust ge- zeigt“ , berichtet Marco Wild. „Sogar mitten in der ersten Welle der Pandemie haben unsere Franchisepartner erfolgreich Stand- orte eröffnet.“ Das läge nicht zuletzt daran, dass man das eigene Geschäftsmodell und die Produkte ständig weiterentwickle. Das jüngste Beispiel sei „Design Your Office", ein Produkt, das den Kunden ermöglicht, ihr Büro individuell nach Bedürfnissen und Geschmack mit Möbeln und Inventar einzurichten. „ Schöner Nebeneffekt aus Investitionsgesichtspunkten: Da die not- wendigen Möbel über eine zentrale Logis- tik zur Verfügung gestellt werden, redu- ziert sich die Anfangsinvestition für einen neuen Standort um etwa 100.000 Euro“ , umschreibt Wild. Kein Wunder also, dass IWG auf der Suche nach Franchisepartnern ist, um mit ihnen gemeinsam den Markt für flexible Ar- beitsplatzlösungen weiter zu erschließen. Gegenwärtig beobachtet Marco Wild ein starkes Interesse von Franchisepartnern aus der Gastronomie, der Hotellerie oder dem Einzelhandel, die eine Diversifizierung ihrer Geschäftsaktivitäten anstrebten – da sie die Auswirkungen der Pandemie er- kannt hätten. „Wir suchen vorzugsweise Partner, die jeweils eine exklusive Regi- on mit mehreren Standorten entwickeln. In passenden Konstellationen, bspw. bei einem Immobilienbesitzer mit einer pas- senden Bürofläche, sind aber auch genau- so Einzellizenzen möglich,“ , gibt Wild die Marschroute vor. y Werden auch Sie Franchise-Nehmer im Zukunftsmarkt Nr. 1 in Deutschland!

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