franchiseERFOLGE Dez. 2021-März 2022

Steuertipp Steuerfrei sind Beiträge bis zu acht Prozent der Beitragsbemessungsgrenze zur Rentenversicherung, sozialversicherungsfrei allerdings nur Beiträge bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze. Im Jahr 2022 können 6.768 Euro (acht Prozent von 84.600 Euro) steuerfrei eingezahlt werden, davon 3.384 Euro sozialversicherungsfrei . Steuerlich gefördert werden zusätzliche Beiträge des Arbeitgebers sowie Beiträge aus Entgeltumwandlungen des Arbeitnehmers. Damit spart nicht nur der Arbeitnehmer Lohnsteuer und Sozialbeiträge, auch der Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung wird geringer. Förderfähig sind alle Arbeitnehmer, beherrschende Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH und rentenversicherungspflichtige Mini-Jobber in ihrem ersten Dienstverhältnis. Aktuell muss der Arbeitgeber diesen Vorteil bereits für alle ab dem 1. Januar 2019 abgeschlossenen Entgeltumwandlungsvereinbarungen weitergeben. Neu ist nunmehr, dass ab dem 1. Januar 2022 auch alle vor dem 1 . Januar 2019 abgeschlossenen Entgeltumwandlungsvereinbarungen zuschusspflichtig sind. Die Konsequenz für den Arbeitgeber ist also, dass er ab Jahresanfang 2022 für alle Verträge nunmehr einen Zuschuss in Höhe von 15 Prozent der EntBetriebliche Altersvorsorge Arbeitgeber müssen auch für Altverträge Zuschuss zur Entgeltumwandlung zahlen Wer seinen Lebensstandard im Alter ansatzweise halten will, kommt nicht umhin, rechtzeitig zusätzlich vorzusorgen. Ein Baustein ist dabei die betriebliche Altersvorsorge über eine Direktversicherung, eine Pensionskasse oder einen Pensionsfonds, die mittlerweile viele Arbeitgeber ihren Mitarbeitenden anbieten. Marco Spindler Steuerberater ETL Aurin & Partner Arnsberg Steuerberatungsgesellschaft www.etl.de/aurin-arnsberg Der Autor geltumwandlung in den Altersvorsorgevertrag einzahlen muss, soweit Sozialversicherungsbeiträge gespart werden. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass bei sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmern der Entgeltumwandlungsbetrag und der Arbeitgeberzuschuss so aufeinander abgestimmt sind, dass sie vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze nicht überschreiten, da die übersteigenden Beiträge sonst wieder sozialversicherungspflichtig würden. Viele Arbeitgeber zahlen schon jetzt freiwillig zusätzliche Beiträge in den Altersversorgungsvertrag ihrer Arbeitnehmer ein. Diese Zuschüsse dürften regelmäßig anrechenbar sein, wenn sie schon in der Vergangenheit an die Sozialversicherungsersparnis geknüpft wurden. Gibt es keine derartige Klausel, ist derzeit unklar, ob der Pflichtzuschuss zusätzlich gezahlt werden muss oder eine Anrechnung möglich ist, zum Beispiel über eine zusätzliche Anrechnungsklausel. Die praktische Umsetzung der Zuschusszahlung wirft viele Fragen auf. Sprechen Sie daher zeitnah Ihren Versorgungsträger an und lassen Sie sich von Ihrem Steuerberater und einem spezialisierten Rechtsanwalt beraten, wie Sie die gesetzliche Verpflichtung am besten in Ihrem Unternehmen umsetzen. 15 Jetzt unter www.franchise-erfolge.de kostenlos online lesen oder downloaden! No 99 19. Jahrgang Juni–Aug. 2021 Deutschland 3,90 € Österreich 4,50 € Ausgabe unter www.franchise-erfolge.de kostenlos downloaden! Durchhalten! MG_FE_221.indd 1 27.05.21 13:08

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